Alles wird gut!

Durst

 

Die Augen trocken, brennend heiß

wo sie doch weinen möchte

Oder die Tränen verdampfen schon

bevor sie die Kanäle erreichen

Oder der Wind, der ihr am Ärmel zupft

das Haar in Unordnung bringt

alles umwirft, aufnimmt, verwirbelt

versandet ihren Blick

 

Was für ein Lärm, ein Getöse!

Wo sie doch Ruhe braucht

Flüchtet in den Schlaf

hinter offenem Fenster

doch erschöpft genug

selbst verschlossen zu sein

Erwacht vom Regenrauschen

leert ihr Wasserglas und sagt:

 

Alles wird gut!

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Kommentare: 1
  • #1

    Walburga Weigmann (Montag, 13 Juni 2011 12:29)

    Dieses Gedicht wirft bei mir die Frage auf, ob es verstanden wird. Kann sein, es ist doch zu knapp gehalten. Es geht hier um das gleiche Thema wie beim Sybillengesang, nur stehen hier Bedürfnisse noch vor dem Gefühl. Oder das Bedürfnis nach Gefühlen wie Traurigkeit, Ruhe und natürlich "Durst". Der Begriff soll stellvertretend für Lebenswichtiges stehen.
    Schön ist, hier gibt es endlich ein "Happy End", der Regen wäscht das Chaos fort, der Durst wird gestillt, der Durst der Erde und auch das Glas ist voll und kann geleert werden. Man kann auch mal ganz optimistisch abwarten!