Spiegelschriften

Ich schau in den Spiegel

und fühle Verzweiflung.

Ist Jugend gewesen?

Ist Liebe verströmt?

Ist alles schon

gefühlt,

geformt,

gezeichnet,

geschrieben,

gestaltet,

eingerichtet,

verlassen,

vermisst, 

geflüstert,

gerufen,

verlacht,

getötet

betrauert,

vorbei?

 

Lady Marian

Im Spiegel schaust du mich an

doch sehe ich mich

verzerrt lächelnd,

verpixelt,

traurig

 

und erkennend.

 

Ich blicke in den Spiegel und

sehe der Freundin Leid,

kein Traum,

sondern

Wirklichkeit.

 

Trotzdem die Freude

 

gemeinsam erleben,

was am Rande von Wegen

nur das Frauenherz kennt.

Sieh doch, sieh!

Das Herz verblüht nie!

 

Die Seele verträumt.

 

Dann verändert sich alles, 

es tritt hervor das geflügelte Wort,

trägt Lady Marian hinfort,

zur Lichtung im Herzen der Träumerin,

wo sie ruht in der Wurzel drin.

 

Traummalerin,

 

wo sie selbst erschafft,

in Schönheit und Kraft,

in Tiefe und Witz,

Feenland und Hexenreich,

Kräuterweiblein, Elfenteich.

 

Geh' durch den Spiegel.

 

Leg den Schleier ab

und zeig dein wahres Ich

Lady Marian.

Liebe und Hass

liegen eng beieinander.

 

Doch der Mensch,

 

auch Robin Hood,

er tut dir gut.

Auch er träumt und macht

und weint und lacht,

sieht seine Lady Marian,

schöner als du sie sehen kannst.

 

Lady Jane

Freundin und Schwesterherz

 

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